Wenn durch Rosenkreuzung neue Rosensorten erschaffen werden

Auch wie damals um 1860 Gregor Mendel für die Züchtung neuer Erbensorten die Kreuzung durchführte, dient das Kreuzen auch heute noch als Grundlage für die Züchtung, z. KletterrosenB. neuer Rosensorten. Erforderlich für eine Rosenkreuzung sind mehrere Rosensorten. Die Sommerzeit ist häufig die Blütezeit der Rose und da eine Rosenkreuzung ohne Blüte nicht umsetzbar ist, muss auch die Kreuzung in diesen Zeitraum fallen. Vor allem, wenn zwei Rosen miteinander gekreuzt werden sollen, welche verschiedene Blütezeiten aufweisen, bietet sich das Vorkultivieren der später blühenden Rose im Treibhaus an. Doch was passiert genau bei einer Rosenkreuzung?

Rosenzucht – eine neue Rosensorte durch Kreuzung

Jede Rose verfügt über einen Mutterteil, den Stempel und einen Vaterteil, die um den Stempel angeordneten Pollensäcke. Bei der Kreuzung agiert eine Rose als Mutterpflanze sowie eine als Vaterpflanze. Vorsichtig müssen die Pollensäcke mit einem scharfen Gegenstand von der Vaterpflanze entfernt und anschließend für bis zu zwei Tage in einem luftundurchlässigen Behälter bewahrt werden. Um eine Selbstbestäubung der Mutterpflanze zu unterbinden, sollten auch von dieser die Pollensäcke entfernt werden. Die Kreuzung kann erst fortgesetzt werden, wenn die Mutterpflanze ihre Rosenblüte entfaltet. Ist dies geschehen, können die Pollen der Vaterpflanze auf den Stempel der Mutterpflanze aufgetragen werden. Nur wenn die Rosenblüte sich soeben geöffnet hat, kann sichergestellt werden, dass es noch keinen Kontakt zu anderen Pollen gegeben hat. Ist die Bestäubung vollzogen, muss die Blüte z. B. mit einer Plastiktüte oder Alufolie für etwa drei Tage umhüllt werden, um die Berührung mit anderen Pollen und damit eine Fremdbestäubung zu verhindern.

Wenn die neue Rosensorte zum Vorschein kommt

Bis die Hagebutte reif ist und eine neue Rosensorte sprießen kann, werden Monate verstreichen. Ob das Befruchten erfolgreich war, ist am Aufrichten der Kelchblätter der Hagebutte zu sehen. Nun ist die niedrige Temperatur an der Reihe. Die Hagebutte mit dem neuen Erbgut muss das vor dem Ernsten erst überstehen. Ist die Ernte der Hagebutte vollbracht, muss sie entkernt und die Samen müssen für einige Tage in Wasser eingelegt werden. Damit die Kerne anschließend keimen können, ist sowohl das Einpflanzen in Anzuchterde als ebenfalls die Versorgung mit reichlich Wasser erforderlich. Nun sollte ebenso darauf geachtet werden, dass die Umgebungstemperatur für die Keimung etwa fünf Grad mißt. Das Ziel liegt nun nur noch ein bis eineinhalb Monate entfernt. Dann werden die ersten Rosen heranwachsen. Und alle, die durchkommen, werden sich bald über einen eigenen Namen in der Welt der Rosen freuen können.